SONDERRECHTE STAATLICH ZERTIFIZIERTER ASSISTENZHUNDE IN ÖSTERREICH

VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE SONDERRECHTE STAATLICH ZERTIFIZIERTER ASSISTENZHUNDE:

Die gesundheitliche Eignung + wesensmäßige Eignung + spezielle Ausbildung +

positiv abgeschlossene staatliche Beurteilung durch die Prüf- und Koordinierungsstelle für Assistenzhunde, Veterinärmedizinische Universität Wien, Messerli Forschungsinstitut führt zur Anerkennung als Assistenzhund und zur Eintragung in den Behindertenpass. Mit diesem Eintrag gelten die in Rechtsvorschriften geregelten Assistenzhund-Zutrittsrechte zu öffentlichen Orten, Gebäuden und Dienstleistungen und auch die Ausnahme von der Maulkorb- und Leinenplicht.

RICHTLINIEN DES BUNDESMINISTERS FÜR ARBEIT, SOZIALES UND KONSUMENTENSCHUTZ:

Assistenzhunde werden in allen Bereichen des täglichen Lebens eingesetzt. Daher benötigen Menschen mit Behinderung, die von ihrem Assistenzhund begleitet werden, freien Zugang zu öffentlichen Orten, Gebäuden und Dienstleistungen. Die Ausnahme von der Maulkorbpflicht ermöglicht ihnen ihre uneingeschränkte Aufgabenerfüllung.

BUNDESVERFASSUNG ART. 7:

Assistenzhundeführer/Innen genießen besondere Rechte, also eine positive Diskriminierung nach Art. 7 der Bundesverfassung. Das bedeutet, dass sie in diesem Fall von der Gleichbehandlung aller sonstigen Hundeführer/Innen ausgenommen sind und sie ihre Assistenzhunde auch an Orte mitnehmen dürfen, an denen Hunde normalerweise verboten sind. Wird ihnen dies verwehrt, so ist dies als mittelbare Diskriminierung einzustufen und die Bundesbehindertenanwaltschaft kann umgehend über solch einen Vorfall informiert werden.

GELEGENHEITSVERKEHRSGESETZ:

Bundesgesetz über nichtlinienmäßige gewerbsmäßige Beförderung von Personen mit Kraftfahrzeugen.

Die Beförderungspflicht von Assistenzhunden ist im Gelegenheitsverkehrsgesetz verankert und gilt für alle gewerblichen Personenbeförderungen mit Bussen oder PKW. Nach § 13 Abs. 3 wurde der folgende Abs. 3a eingefügt: „(3a) Unbeschadet der aufgrund von Abs. 2 und 3 erlassenen Verordnungen besteht für Hunde Beförderungspflicht, wenn die zu befördernde Person auf die Begleitung eines Assistenzhundes gemäß § 39a BBG angewiesen ist. Für diese Tiere besteht keine Maulkorb- und Leinenpflicht.“

 

BEFÖRDERUNGSBEDINGUNGEN DER WIENER LINIEN GMBH & CO KG:

Mitnahme von Tieren: 3.) Für Assistenzhunde (das sind Blindenführ-, Service- und Signalhunde), die als solche gekennzeichnet sind, besteht Leinen-, aber keine Fahrschein- und Maulkorbpflicht.

 

VOR – DER VERKEHRSVERBUND:

Entsprechend gekennzeichnete Assistenzhunde werden im gesamten Verbundgebiet unentgeltlich und ohne Maulkorb mitbefördert, sofern diese im Berechtigungsnachweis des Fahrgastes eingetragen sind. Assistenzhunde (Blindenführ-, Service- und Signalhunde) sind jene Spaten von Hunden, die dementsprechend ausgebildet und auch zertifiziert sind, um ihren Begleitern im Bedarfsfall diverse Hilfestellungen leisten zu können. Assistenzhunde kann man an ihrem Logo „Assistenzhund“ erkennen und sie müssen im Behindertenpass ihres Besitzers eingetragen sein.